5 Tipps, für dein erstes Selbstexperiment

Selbstfindung für Pragmaten
Corinna Mamok
Corinna Mamok

Expertin für Selbstexperimente - Fotografin - Autorin

Tipp 1: Frag dich, ob ein Selbstexperiment überhaupt das Richtige für dich ist?

Ein Experiment kann genau das Richtige sein, wenn du 

  • auf der Suche nach dir selbst bist
  • herausfinden willst, was du überhaupt willst
  • dich nach mehr Alltagsabenteuern sehnst
  • wieder den unterschiedlichen Facetten deiner Persönlichkeit Raum geben möchtest
  • Selbstfindung und Sinnsuche eher pragmatisch angehen willst
  • wieder mehr lachen willst (manchmal auch über dich selbst)
  • spielerisch Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen trainieren willst 
  • dich wieder richtig lebendig fühlen willst
  • Spaß daran hast, neue Dinge auszuprobieren

Tipp 2: Was ist deine Motivation/ dein Warum für dein Experiment?

Geht es dir manchmal auch so, dass du bei anderen etwas sieht, dass du cool findest und dann denkst du dir: Das will ich auch. Ich gebe dir einen Tipp, frage dich in dem gleichen Moment, warum du das auch willst. Ich dachte z.B. ich werde Weinliebhaberin. Ich fand Wein trinken, bei anderen Menschen immer cool. Und ich wollte auch so cool sein. Blöd nur, dass ich überhaupt keinen Wein mag, geschweige denn vertrage. Und glaub mir, ich habe es echt probiert. Doch es tat mir nicht gut.

Genau das Gleiche ist mir mit einem Experiment passiert. Ich finde es immer so schön, wenn Paare sich total viel zu sagen haben und immer tiefe angeregte Gespräche miteinander führen. Und so dachte ich mir, es wäre ein tolles Experiment, wenn mein Mann und ich jeden Tag 30 Minuten ein tiefgründiges Gespräch führen würden. So weit die Theorie. In der Praxis ist es bisher das einzige Experiment, das ich je abgebrochen habe. Das waren einfach nicht wir. Diese 30 Minuten am Tag haben sich wie die reinste Folter angefühlt. So gezwungen.

Als ich mich im Nachhinein fragte, warum ich das Experiment machen wollte, kam dabei heraus, dass ich es aus Angst gemacht habe. Ich hatte Angst, unsere Beziehung könnte kaputt sein oder kaputt wirken, weil wir generell weniger miteinander sprechen wie vielleicht andere. Dabei funktionierte diese Beziehung schon immer so. Also bevor du ein Experiment startest, frage dich, warum du es tun willst.

Tipp 3: Kreiere deine eigenen Spielregeln

Viele Frauen* kommen zu mir und sagen: “Corinna, das mit den Experimenten finde ich total cool, ich habe mir auch schon überlegt, was ich alles machen könnte. Doch irgendwie komme ich nicht ins Tun”. Der häufigste Grund dafür ist, dass sie versuchen, nach meinen Spielregeln zu spielen. Nur weil für mich das mit den 30 Tagen gut passt, heißt das ja nicht, dass das für andere auch passen muss. Das Wichtigste ist, dass du dir deine eigenen Spielregeln für das Experiment überlegst.
Wie soll dein persönliches Experiment aussehen?
Wie lang möchtest du es machen?
Warum willst du es machen?
Wie willst du es umsetzen? Willst du es an eine feste Uhrzeit knüpfen oder spontan schauen?

Meine Selbstexperiment-Regeln:

  • Experimente dauern 30 Tage, wann ich sie an dem jeweiligen Tag umsetze entscheide ich spontan.
  • Ein Selbstexperiment dient nicht der Selbstoptimierung, sondern der Selbstfindung.
  • Es geht darum, die “das macht man so” Dinge aus meinem Leben zu streichen und einen eigenen Lebensentwurf zu entwickeln.
  • Das Experiment soll mein Leben langfristig bereichern.
  • Es geht darum, etwas Neues außerhalb seiner Komfortzone auszuprobieren und so neugierig aufs Leben zu bleiben.

Tipp 4: Überlege dir, was dir dabei hilft, es durchzuziehen

Ein Punkt, der viel zu oft unterschätzt wird. Doch auch Dinge, die Spaß machen, erfordern Disziplin. Das konnte ich besonders gut bei meinem Sexexperiment letzten Dezember feststellen. Irgendwann kommt immer der Punkt, an dem man keinen Bock mehr hat. Doch dann ist es wichtig, dranzubleiben. Mir helfen an solchen Tagen immer kitschige von mir an mich. Denn wenn ich keinen Bock habe, dann muss ich nicht meinen Kopf überzeugen, weiterzumachen, sondern meine Gefühle. Und wenn ich es schaffe, dass diese wieder auf Kurs sind, dann läuft alles wie von selbst. Überlege dir also vorab, was dir dabei hilft, an etwas dranzubleiben. Hilft es dir, wenn du dir selbst Mut zuspricht, brauchst du den Austausch mit anderen, eine Umarmung? Egal was es ist, wichtig ist nur das du es dir vorab überlegst.

Tipp 5: Reflektiere dein Experiment

Ein Punkt, den ich am Anfang oft falsch gemacht habe. Dadurch, dass ich monatlich ein neues Experiment mache, ist es immer ein fließender Übergang von dem einem zum nächsten Experiment. Eigentlich ganz cool, doch genau dieser fließende Übergang kann auch dazu führen, dass man Dinge nicht richtig wahrnimmt oder vergisst. Bzw. unabsichtlich in dem “höher, schneller, weiter” Strudel landet. Damit das nicht passiert, habe ich mir angewöhnt, meine Experimente regelmäßig zu reflektieren. Dabei merke ich dann auch, ob die jeweiligen Spielregeln für das Experiment passen. Bei meinem Liegestütz-Experiment habe ich z.B. festgestellt, dass ich das nur morgens direkt nach dem Aufstehen machen kann, ansonsten hatte ich kein Bock. Doch bei meinem Tanzexperiment war es gerade anders herum, da hab ich mich am liebsten mittags bewegt.

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Corinna Mamok, Selbstexperimente zur Selbstfindung,

About Me

Hi, ich bin Corinna. 

Ich bin Autorin, Fotografin, Storytellerin und Expertin für Selbstexperimente. Seit über 1,5 Jahren mache ich jeden Monat ein Selbstexperiment. Ich liebe Bücher, Tiere, das Meer, den Wald, tiefgründige Gespräche, Filme, frühes aufstehen und mein guilty pleasure ist Twilight.

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Corinna Mamok, Sinnsuche für Pragmaten

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